heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen

Blog zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier

Wunderbare Initiativen entdecken und wertschätzen

Ein Kommentar

Bischof Stephan Ackermann berichtet
als Miterkunder aus einer „Seh-Schule“ in Idar-Oberstein

Seit April sind die Erkundungsteams in unserem Bistum unterwegs. Mir ist es in dieser Phase wichtig, den Kontakt zu den Frauen und Männer zu halten. Sie sollen mir keinen „Rapport erstatten“. Aber ich bin neugierig, zu erfahren, was die Erkunderinnen und Erkunder so erleben.

Deshalb habe ich mir in der vergangenen Woche die Zeit genommen, mich als „Miterkunder“ zu betätigen. Zusammen mit dem Team war ich zuerst im nördlichen Saarland unterwegs, wo wir eine Frau getroffen haben, die Pilgertouren organisiert. Die Frau hatte sich beim „Rendezvous im neuen Raum“ gemeldet. In dem gut eineinhalbstündigen Gespräch haben wir erfahren, dass die Initiative aus einer Wallfahrt nach Santiago de Compostela entstand. Heute ist die Frau mit Menschen, die sicher nicht alle kirchlich gebunden sind, vor allem auf den Pilgerwegen in unserer Region unterwegs. Die Art und Weise, wie und was sie erzählt hat, war beeindruckend. Es war offenkundig, dass sie mit ihrem Angebot ein Bedürfnis der Menschen trifft.

Bischof Stephan schreibt

Bischof Stephan als Miterkunder und AK-Moderator in Idar-Oberstein

Am Abend habe ich die „Seh-Schule“ in Idar-Oberstein besucht (Bericht der Pressestelle). Die authentische Art, mit der das Erkundungsteam hier agiert hat, hat mir gut gefallen. Dass der Bischof da ist, hat die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst erstaunt. Aber ich war ja nicht dabei, um Rede und Antwort zu stehen, sondern mitzuarbeiten. Deshalb habe ich mich auch bereiterklärt, eine Gruppenmoderation zu übernehmen. Wir haben uns auf Spurensuche begeben und versucht, die Perspektive, also die Blickrichtung von anderen anzunehmen. Keine leichte Aufgabe, gerade auch, weil einige Menschen gesagt haben, sie hätten auch große Sorgen um das Leben in ihrer Pfarrei. Ich habe versucht, diese Sorge als eine Art Energiebringer zu verstehen und zu deuten: Sorge zu haben bedeutet nämlich auch, dass uns etwas nicht egal ist!

Mein erstes Fazit ist: Ich nehme gerade im ehrenamtlichen Bereich ein großes Interesse an der Erkundungsphase wahr. Die Teams treffen auf Menschen, die neugierig sind und bereit, neue Wege zu gehen.

Mein zweites Fazit: Erkunden ist zeitintensiv und lebt von gutem Zuhören und Hinhören. Ich wünsche mir jetzt noch mehr als vorher, dass die Erkunderinnen und Erkunder viele wunderbare – alte und neue – Initiativen entdecken, diese wertschätzen und so den Menschen vor Ort Lust machen, für die Pfarreien der Zukunft den Boden zu bereiten.

Ein Kommentar zu “Wunderbare Initiativen entdecken und wertschätzen

  1. Ich danke herzlichst für die Zusendung ihrer E-Mail.ich bin begeistert.Nur so kann Kirche der Zukunft leben.Nach 2000 Jahren des Christentums ist es noch mehr an der Zeit,dass sich Christen in den Gemeinden eigenständig noch mehr engagieren.Ich selbst bin auch in Himmerod engagiert.Alles Gute Birgit Simon

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