heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen

Blog zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier

„Die Kirche bleibt im Dorf“ – Foren „Ländlicher Raum“

Ein Kommentar

Plakat einladungöAngekündigt sind zwei Foren zum Thema – am 25. August in Otzenhausen und am 15. September in Bitburg…

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Dann bitten wir um ein wenig Geduld – und dass Sie auf www.bistum-trier.de/heraus-gerufen in den nächsten Tagen noch mal nachschauen, bitte; die Technik hat ein bisschen Verzögerung eingebaut.

Vielen Dank für Ihr Verständnis – und herzlich willkommen dann!

Ein Kommentar zu “„Die Kirche bleibt im Dorf“ – Foren „Ländlicher Raum“

  1. „Das Bistum muss seine Reform sofort stoppen“
    Zunächst vielen herzlichen Dank an Prof. Gerhard Henkel für seine Aussagen zur Bistumsreform.
    Er spricht mir aus der Seele und seine Ausführungen sind gut zu verstehen und treffen den Kern.
    Ich selber bin seit frühester Jugend in der Kirche aktiv. Ich war Messdiener, Mitglied im Pfarrgemeinderat und bin zurzeit Mitglied im Verwaltungsrat der Kath. Pfarrgemeinde St. Georg Löhndorf.
    Außerdem war ich von 1989 -2014 Ortsvorsteher meines Heimatortes Löhndorf.
    Unser Verwaltungsrat hat sich wie viele andere Verwaltungsräte gegen die Auflösung der Pfarreien -bei uns von der Pfarrei St. Georg Löhndorf- ausgesprochen. Bei verschiedenen Veranstaltungen der Verwaltungsräte im Bistum wurde die Auflösung der einzelnen Kirchengemeinden recht kritisch gesehen. Fragen zu den Vermögensfragen wurden kaum oder gar nicht beantwortet. Man versuchte den Verwaltungsräten mithilfe von einer Art Zeichentrickfiguren die sogenannte Reform zu erklären. Manch einer fühlte sich hierbei wie im Kindergarten. Und jeder weiß, dass ohne die finanziellen Mittel, die jetzt noch vor Ort bei den einzelnen Pfarrgemeinden liegen eine gut funktionierende Kirchengemeinde nicht weiter existieren kann. Über Generationen wurden die einzelnen Kirchengemeinden materiell und finanziell grundsätzlich auf eine gute Basis gestellt. Die früheren Kirchenvorstände und heutigen Verwaltungsräte haben dieses Ortskirchenvermögen so verwaltet als wenn es ums eigene Geld ginge. Sie sind und waren auch dafür haftbar. Mein Eindruck ist es, dass die Gelder und Grundstücke die über Generationen durch die örtliche Pfarrei erwirtschaftet bzw. speziell dieser zur Verfügung gestellt wurden und bei denen jetzt noch eine Vorortkontrolle vorhanden ist, Begehrlichkeiten bei denen wecken, die Kirche nur noch als Wirtschaftsunternehmen sehen. Außerdem ist diese Reform keine Reform sondern das Aus und eine komplette Enteignung aller Kirchengemeinden im ältesten deutschen Bistum. Eine Reform zielt nämlich in der Regel auf Veränderungen und Verbesserungen bestehender Strukturen und nicht auf komplette Abschaffung bestehender Gebilde. Ich denke, dass der Trierer Bischof Stephan Ackermann diese sogenannte Reform in den Vermögensangelegenheiten gar nicht gegen die einzelnen Kirchengemeinden durchsetzen darf. Hält diese Auflösung der gesetzlichen Prüfung und den vorhandenen Staatsverträgen überhaupt stand? Die Entscheidungsträger der Kirche haben sich von den Gläubigen vor Ort scheinbar schon sehr weit entfernt. Warum werden hier, bei einer so grundsätzlichen Entscheidung nicht alle Kirchensteuerzahler der einzelnen noch bestehenden Kirchengemeinden zu deren Auflösung befragt? Ich verstehe aber auch nicht, dass im politischen Bereich eher Ruhe und Zurückhaltung gerade auch bei Landräten, Bürgermeistern, Ortsbürgermeistern und Ortsvorstehern spürbar ist. Es geht hier um den Ausverkauf der in den Orten vorhandenen ältesten Institution. Wir werden auf den Dörfern immer mehr abgeschnitten und zum Teil nur noch durch „Sonntagsreden“, in denen es insbesondere um die Stärkung des ländlichen Raumes geht, beruhigt. Es ist an der Zeit für unsere Kirche vor Ort zu kämpfen denn „Wir sind die Kirche“.

    Friedhelm Münch, Verwaltungsrat der Kirchengemeinde St. Georg Löhndorf

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