heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen

Blog zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier

Pfarrei wirklich neu denken

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Es war keine laute Veranstaltung, trotz der fast 300 Menschen in der Kulturhalle in Ochtendung. Stattdessen: aufmerksames Zuhören, kritische Rückfragen, gemeinsames Gebet. Denn: „Es geht um nichts weniger als die Pfarrei wirklich neu zu denken“, wie Bischof Stephan es bei der ersten von acht Resonanzveranstaltungen zum Entwurf der Raumgliederung für die „Pfarreien der Zukunft“ formulierte. Und so diskutierten die Frauen und Männer auch weniger über die konkreten Raumzuschnitte als vielmehr darüber, wie die Pfarrei der Zukunft künftig mit Leben zu füllen ist. Die Pfarrei sei eine Art „Grundgerüst des kirchlichen Lebens“ und mit den weiten Räumen wolle man dieses Gerüst „wetterfest machen und es so feststellen, dass es den veränderten Zeiten genüge tut“, sagte der Bischof.

Und kirchliches Leben gibt es an vielen Orten und in unterschiedlichen Formen: Ute Herold berichtete von einem Familienprojekt im Dekanat Ahr-Eifel und Mechthild Haase vom Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr, erzählte vom Projekt „Leben und Älter werden in Remagen“ – zwei gelungene Beispiele für netzwerkartige Kooperationen, die es in den Pfarreien der Zukunft verstärkt geben soll.

Die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeugten ebenfalls von vielfältigem Engagement. Ob es ums Vermögen geht oder wie die Leitungsteams künftig aufgestellt sein werden: Die Frauen und Männer wollen mitarbeiten an der Pfarrei der Zukunft – und das ist nötiger denn je. „Kirche braucht Partizipation“, sagte Mechthild Schabo, Direktorin für Pastoral und Gesellschaft im Bistum, auf die Frage nach künftigen Rätestruktur. Es werde auch künftig Räte und Wahlen geben, denn das Synodendokument mache doch klare Aussagen über die Art des Umgangs miteinander. Eine eigene Teilprozessggruppe werde dazu arbeiten.

Reichen denn die angestrebten Veränderungen wirklich, um die Kirche fit fürs 21. Jahrhundert zu machen, fragte ein Vater, der sich Gedanken macht, wie er den Glauben an seine Kinder weitergeben kann. Wie geht Erwachsenenkatechese – „Jesus geht uns verloren!“ machte eine Frau ihrer Sorge Luft. Und am Ende bat ein älterer Herr: „Sorgen Sie dafür, dass es in den Pfarreien der Zukunft so wie heute hier ganz viele Gesprächsmöglichkeiten gibt, damit die Einheit wachsen kann.“

Viele Fragen, manche Antworten, Impulse, ein konstruktiver Dialog: Der Auftakt der Resonanzveranstaltungen ist gelungen. Bis Ende Juni gibt es sechs weitere Veranstaltung – und bis zum Herbst die Möglichkeit, auch online Rückmeldung zu geben. Alle Infos gibt es unter http://www.herausgerufen.bistum-trier.de

(Judith Rupp)

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