heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen

Blog zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier

Brauchen wir eine interessante Kirche –

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oder eine Kirche, die sich interessiert …?

… war eine von vielen Fragen, die sich in der Synodenwerkstatt am 1. Mai in den Gesprächen zum Perspektivwechsel „Vom Einzelnen her denken“ auftaten. Das Fazit war: Es geht weniger um interessante Angebote, sondern vielmehr um die Erfahrung von „Ich werde gesehen.“ und „Ich werde angesprochen.“

Im Evangelium von der Heilung eines Blinden geht Jesus auf den Einzelnen zu und fragt ihn: Was soll ich dir tun? Auf den ersten Blick ist das eine seltsame Frage – es scheint doch klar zu sein, was Bartimäus von dem Wundertäter erwartet. Manche Menschen mit Behinderungen weisen allerdings darauf hin, dass sie ihre Einschränkungen durchaus als etwas empfinden, das zu ihnen gehört sie als Mensch ausmacht. Ein Gesprächsteilnehmer hat formuliert: „Ich würde gerne wieder tanzen können“. Vor diesen verschiedenen Aussagen erscheint die Frage Jesu umso wichtiger…

Andere fragten, wie das wohl gehen kann: In den neuen Pfarreien der Zukunft, mit größeren Entfernungen den Einzelnen im Blick zu behalten?

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Wortwolke – im Workshop ergänzt… „Vom Einzelnen her denken“…

In kurzen Bibelgesprächen, in der Ergänzung einer Wortwolke, in einer Collage aus Gedanken und Bildern zum Thema „Leben in Fülle“ oder in einem Würfelspiel wurde deutlich: Es ist sehr wichtig, dass Menschen einer Kirche begegnen, die fragt, zuhört, sich interessiert und zugewandt ist, die sich mit den Menschen solidarisiert. Dies ist diakonisch, und Kirche wird in ihrer Botschaft glaubhaft.
So lässt sich auch im übertragenen Sinne fragen: Wer ist denn blind, wer „hat Tomaten auf den Augen“? Der Perspektivwechsel ist eine Herausforderung für jede und jeden; er steht eng im Zusammenhang mit Netzwerk-Arbeit, Charismen-Orientierung und dem synodalen Prinzip.

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Collage mit „Dickhäuter auf Zeit“ (das Foto stammt aus einem Museum in Neuseeland)

Ein Beitrag auf der Collage fasst es mit diesem Bild zusammen: Es braucht Menschen und Orte, wo man sich wohlfühlen kann, wenn man sich klein und verloren fühlt. Eben „Dickhäuter auf Zeit“!

25 Menschen, die sich nicht alle kannten, haben anderthalb Stunden mit vielen Gesprächen, Anregungen, „aha-Momenten“ und Begegnungen verbracht und haben in der Beschäftigung mit den Einzelnen Gemeinschaft erlebt.

Birgitta Bauer und Rita Schneider-Zuche (beide Caritasverband für die Diözese Trier e.V.)

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