heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen

Blog zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier


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HerausGerufen – zu den Heilig-Rock-Tagen

Logo_HRTmitDatum_mitLeitwort_RZ_rgbHeute starten in Trier die Heilig-Rock-Tage. Sie stehen unter dem Leitwort „HERAUSGERUFEN“ und damit ganz klar im Zeichen der Synodenumsetzung. In Zusammenarbeit mit dem Synodenbüro gibt es bis zum 7. Mai im Konviktshof hinter dem Dom die „Synoden-Werkstatt“. Wer Zeit und Lust hat, kann täglich zwischen 11 und 21 Uhr dort vorbeischauen, sich über den Stand der Synodenumsetzung informieren oder Hinweise und Rückmeldungen hinterlassen. Jeden Tag gibt es außerdem gestaltete Zeiten: Dann können sich die Anwesenden mit den vier Perspektivwechseln auseinandersetzen, einen interaktiven Parcours auf dem Weg zum eigenen Platz in der Kirche durchlaufen oder sich mit Themen wie Partizipation und „Missionarisch sein“ befassen. Das ganze Programm ist unter www.heilig-rock-tage.de/synoden-werkstatt zu finden – herzliche Einladung!(Judith Rupp)

 

 


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Einladung an die Räte: beteiligen Sie sich – geben Sie Rückmeldung!

Infomappe und Fragebogen für die Räte in
Pfarreiengemeinschaften, Pfarreien und Dekanaten

Broschüre zum HerunterladenIn den vergangenen Tagen bzw. Anfang der zweiten Oster-Woche haben die sogenannten „Dienstsitz-Pfarreien“ und die Dekanate das Material zum Entwurf der vorläufigen Raumgliederung per Post vom Synodenbüro erhalten. Das ausführliche Kartenmaterial, die Kriterien und die verschiedenen Statements sollen helfen, sich in den Räten mit dem Entwurf auseinanderzusetzen, sich zu beraten und auch eine Rückmeldung dazu zu geben.

Für die Rückmeldung liegt ein Fragenkatalog bei. Wir empfehlen, den Fragebogen in gemeinsamer Abstimmung zwischen Pfarreienrat und Verbandsvertretung und auf Dekanatsebene zwischen Dekanatsrat und Dekanatskonferenz zu beraten und auszufüllen. Natürlich können Sie im Vorfeld auch Beratung einholen – etwa bei weiteren Gremien vor Ort  oder von aus Ihrer Sicht wichtigen Institutionen oder Vernetzungs-Partnern…

Den Fragebogen bitten wir, gemeinsam zu bearbeiten und bis spätestens zum 30. September an das Synodenbüro zurückzusenden. Sehr hilfreich ist es, wenn Sie den Fragebogen während oder nach der Beratung online ausfüllen; das erleichtert uns die Auswertung sehr. (Den Link zur Räte-Rückmeldung online finden Sie hier; das Passwort, das Sie am Ende der ersten Fragebogen-Seite brauchen, ist Ihnen mit der Infomappe zugegangen.)

Falls Sie eine weitere Infomappe benötigen, können Sie diese beim Synodenbüro bestellen. (Hier ist die Broschüre ohne Karten als PDF herunterzuladen…)

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

Edith Ries-Knoppik


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heraus gerufen: Osterkerze

„Schritte in die Zukunft wagen“
auf der Osterkerze im Saardom Dillingen

Osterkerze Dillinger Saardom

Osterkerze – vernetzte Gemeinde

Gemeindereferentin Susanne Zengerly aus Dillingen hat uns ein schönes Beispiel zukommen lassen, wie das Thema „Herausgerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ von den Kindern und Jugendlichen der Pfarreiengemeinschaft Dillingen Heilig Sakrament im Rahmen der Kar- und Ostertage aufgegriffen und in die Gestaltung der Osterkerze integriert wurde.  Vielen Dank für die schöne Idee und den Bericht dazu und die Erlaubnis, dies im Blog veröffentlichen zu dürfen!

Liebes Synoden-Umsetzungs-Team!
Ich möchte Sie und Euch gerne teilhaben lassen an einem ganz konkreten Ereignis in Bezug auf die Synoden-Umsetzung in Dillingen.
Die Katholische Jugend von Heilig Sakrament führt jedes Jahr Kartage mit Kindern und Jugendlichen durch. Neben dem Rappeln und Eiersammeln besucht die Gruppe zusammen den Kinderkreuzweg, schaut sich einen Film an, isst und spielt gemeinsam und vieles mehr. Im Rahmen der Kartage wird auch immer die Osterkerze für den Saardom gestaltet.
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen führen die Kartage eigenverantwortlich durch. Ich habe mich mit dem Leitungsteam einmal im Vorfeld getroffen und war unterstützend nützlich bei der Beschaffung von Material, Schlüssel, usw.

Bei der Suche nach einem Motto für die Kartage 2017 habe ich das Thema „Herausgerufen“ vorgeschlagen, einfach auch weil die Kinder und Jugendlichen beim Rappeln ja wirklich den Glauben  heraus rufen – die Kirchenglocken hört man evtl. von weitem, aber nur mit halbem Ohr, wenn überhaupt. Wenn morgens am Feiertag eine Horde Kinder und Jugendlicher direkt vorm eigenen Haus vorbei geht und ruft, dass Jesus gestorben ist und deshalb die Glocken nicht läuten, ist das schon beeindruckend, finde ich.
Ein Thema war also gefunden. Und ich habe in dem Zusammenhang natürlich auch etwas über die Synode und deren Umsetzung erklärt.
Am Ostersamstag bekam ich dann Bilder auf mein Handy geschickt von der Osterkerze. Diese Bilder sind auch im Anhang zu finden.

Zu sehen ist ein Kreuz, das aus vielen Schnüren irgendwie gespannt wurde. Es soll die Vernetzung deutlich machen, die geschehen soll, damit der Glauben auch „hält“, damit die Kirche weiter lebendig bleibt.
Außerdem gibt es eine Fußspur mit vielen kleinen bunten Fußabdrücken, die zu einem Regenbogen führt, in dem das Wort „Zukunft“ zu lesen ist. „Schritte in die Zukunft wagen“ – das ist etwas, was die Jugendlichen sehr angesprochen hat und wo sie Lust darauf haben.

Soviel erst mal aus Dillingen! Wie man sieht, kommt „Synode“ bei einigen schon an! 🙂
Susanne Zengerly



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„Ich muss es Ihnen jetzt mal direkt sagen“

Resonanz-Telefon des Bistums: viel Kritik und einige Vorschläge

„Jetzt sollen alle Kirchen zugemacht werden!?“ „Ich fahre doch nicht in die atheistische Stadt … – da gehen die Leute nicht in die Kirche wie hier bei uns; und außerdem findet man, wenn man da hin fährt, keinen Parkplatz bei der Kirche.“ Aber auch: „Ich verstehe gar nicht, warum sich so viele aufregen – ich bin immer schon kilometerweit zum Gottesdienst gelaufen; und heute stehen in der Eifel zwei Autos vor jedem Haus… Und für die anderen Probleme hilft nur noch beten. Gott segne das Bistum Trier.“ (Originalton einer über 90jährigen Frau am Telefon)

Viele Anruferinnen und Anrufer, die allermeisten über 60 Jahre alt, beklagten am Resonanztelefon des Bistums zum Entwurf „35 Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier“, dass gerade die älteren Menschen vom kirchlichen Leben ausgeschlossen würden, wenn nur noch im künftigen Pfarrort Gottesdienst gefeiert wird.

Oft ist es am Resonanztelefon gelungen, solche Befürchtungen auszuräumen. Die Pfarreien der Zukunft sollen ja die Seelsorge und die Gottesdienste und überhaupt das kirchliche Leben vor Ort unterstützen und beflügeln – jedenfalls überall da, wo „die Leute“ vor Ort kirchlich leben. Zu diesem Zweck sollen sie auch viele Pfarrer von „Verwaltungs“- Aufgaben befreien und ihnen wieder mehr Zeit für ihren Haupt-Auftrag verschaffen: Menschen im Glauben zu begleiten und zu unterstützen. Dazu soll auch beitragen, dass die Leitung der Pfarrei der Zukunft einem Leitungsteam übertragen wird, in das der Pfarrer und seine priesterlichen Aufgaben eingebunden sind. Am Telefon hat sich gezeigt, dass das wohl noch besser vermittelt werden könnte: Die „Pfarreien der Zukunft“ sollen etwas ganz anderes sein als alles, was wir bisher unter dem Begriff „Pfarrei“ verstehen; und: Kirchliches Leben wird es da weiterhin geben, wo es gelebt wird.

Unzufrieden zeigten sich manche Anruferinnen und Anrufer mit einigen der geplanten neuen Räume und ihren jeweiligen Grenzen. Das bezog sich gelegentlich auf ein Dorf oder einen Stadtteil, „der doch eigentlich zu XX gehört“; manche gehen davon aus, dass ein anderer Ort besser als „Pfarrort“ geeignet wäre als der bisher vorgeschlagene. Zu diesem Thema wurden am Telefon wie zuvor auch schon in der Presse Veränderungs-Wünsche und konkrete -Vorschläge angekündigt.

Häufig konnten wir am Resonanz-Telefon nur darauf hinweisen, dass manche Fragen weltkirchlich beraten oder gelöst werden müssten; manche meinten ja, man müsse nur den Pflicht-Zölibat abschaffen, auch Frauen weihen oder erst mal Bistümer zusammenlegen – und schon wären viele Probleme gelöst.

Dankbar waren die meisten, dass es überhaupt eine Möglichkeit gebe, Kritik und Veränderungswünsche vorzubringen – mit der Sicherheit, dass die Gesprächspartnerinnen sie auch weitergeben und in die weiteren Beratungen einbringen.

Die Protokolle der gut hundert Telefonate (von zwei Minuten bis zu einigen Dreiviertelstunden Dauer) gehen – wie alle anderen Reaktionen und Rückmeldungen – an das Synodenbüro und die TeilProzessGruppe „Raumgliederung“; sie werden bei der weiteren Beratung und Planung gesichtet und sollen gegebenenfalls in den zweiten Entwurf eingebaut werden. Eine vorläufige Zwischenauswertung wird voraussichtlich Ende April vorliegen.


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Bedenken / Befürchtungen / Positives

Zwei Interviews im Saarländischen Rundfunk (SR2 Kulturradio) bzw SR Fernsehen Südwest sollen doch noch mal erinnert werden:

  1. Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg nimmt im „aktuellen bericht“ die Bedenken und Befürchtungen durchaus ernst, die schon in der ersten Woche nach Vorstellung des Raumgliederungs-Entwurfs laut wurden (oder auch leise blieben) – weist aber auch auf Positives hin, das zu sehen ist und das auch gelobt worden sei. Den „a.b.“ gibt es in der SR-Mediathek hier – ein zuvor ausgestrahlter Filmbeitrag aus der Pfarreiengemeinschaft Wadgassen beginnt bei ca. 3’30“
  2. Pfarrer und Dechant Benedikt Welter (Saarbrücken) konnte in einem längeren Interview am 1. April in SR2 Kulturradio über seine Erwartungen mit der Pfarrei der Zukunft Saarbrücken berichten – der voraussichtlich größten der 35 Pfarreien des Bistums. Online hier zu hören.

Beide weisen auch darauf hin, dass der Begriff „Pfarrei der Zukunft“ missverständlich ist: Auch weiterhin wird es viele Orte kirchlichen Lebens in jeder dieser Pfarreien geben – vielleicht mehr als die jetzt nur 850 bisherigen Pfarreien.