heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen

Blog zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier

Pfarreien der Zukunft: ein erster Entwurf und viele Fragen

Ein Kommentar

Seit ein paar Tagen liegt der Entwurf für die Gliederung des Bistums in 35 Pfarreien der Zukunft vor. Viele Rückmeldungen erreichen uns im Synodenbüro. Auf Facebook, per Mail und am Resonanztelefon melden sich seitedem täglich Männer und Frauen aus dem Bistum Trier, aber auch darüber hinaus, jüngere und ältere Gläubige: sie sprechen Gratultionen aus zum Mut, eine solche Veränderung anzugehen. Viele äußern Entsetzen darüber, dass es nur noch 35 Pfarreien im Bistum geben soll. Einige ganz konkrete Hinweise auf Zuschnitte von Pfarreien, die so nicht passen würden, haben uns auch schon erreicht. Wir versuchen zu jeder Nachricht eine kurze Antwort zu schreiben, über jedes Telefongespräch wird ein Protokoll geführt, auch die Kommentare auf Facebook wertet unsere Internetredaktion aus.

Pfarreien der Zukunft: darüber müssen wir reden.
Und dazu gibt es die Resonanzphase: http://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/raumgliederung-pfarreien-der-zukunft/weiter-gehts-resonanz-phase/

Warum könnt ihr nicht sagen, wie das konkret geht mit den Pfarreien der Zukunft?
Wird es bei uns noch Gottesdienste geben? Muss ich zukünftig 20 km fahren, um eine Messe zu bestellen? Werden in unserer Gemeinde alle Kirchen abgerissen?

Das Ziel der Gründung der Pfarreien der Zukunft ist nicht, das Glaubensleben zu zerstören. Im Gegenteil: es geht darum, dass die Kirche im Bistum Trier diakonisch und missionarisch in die Welt wirkt. Und dabei geht es vor allem um das, was Christinnen und Christen vor Ort bewegt, was ihnen wichtig ist. Das zu untersützen ist Aufgabe der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mítarbeiter. Die Betonung des ehrenamtlichen Engagements und der Initiativen vor Ort ist kein Sparkonzept, sondern damit will das Bistum ernsthaft von den Gläubigen und ihren Gaben her denken.

Ziel der nächsten Jahre wird sein, das miteinander zu entwickeln. Dazu wird es ab Ende des Jahres eine zweijährige Erkundungsphase geben. Teams von drei Personen unterstützen die Haupt – und Ehrenamtlichen vor Ort dabei, Ideen für ein vielfältiges Glaubensleben vor Ort zu entwickeln und dabei auch zu bewahren, was es an Gutem und Zukunfstweisendem gibt. Daher ist es nun wichtig, über die Pfarrei der Zukunft zu diskutieren, Ideen zu entwickeln, zu streiten. Daher können wir nicht auf alle konkreten Fragen antworten. Die Gestaltung des Lebens vor Ort kann nur von dort ausgehen. Und dabei ist wichtig: Nicht alles wird neu. Aber die Kirche ist noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten. Die Frohe Botschaft treibt Christinnen und Christen seit je an, nicht aufzugeben, was sie der Welt zu sagen haben, aber auch vor der Welt nicht auszuweichen.

Ein Kommentar zu “Pfarreien der Zukunft: ein erster Entwurf und viele Fragen

  1. Jemand hat vorgeschlagen, das doch auch mal positiv zu sehen: Die „Pfarrei der Zukunft“ befreit über 140 Priester von „Verwaltungsaufgaben“ (im weitesten Sinne), die sie jetzt (noch) in den Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften haben. Und (nur noch) 35 Pfarrer werden diese Art Aufgaben in den Pfarreien der Zukunft gemeinsam in einem Team mit zwei weiteren Hauptamtlichen und ggfs sogar zwei Ehrenamtlichen tragen und teilen… Und die besagten 140 werden ja nicht weggeschickt, sondern können und werden sich noch intensiver den mehr priesterlichen Aufgaben widmen – also als Seelsorger präsenter sein!

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