heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen

Blog zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier


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Binde deinen Karren an einen Stern

Leonardo da Vinci wird dieser Satz zugesprochen, der in diesen Weihnachtstagen, in denen es von Sternen nur so wimmelt, eine erstaunliche Kraft entfalten kann. Als ich diesen Satz im Weihnachtsgottesdienst hörte, musste ich denken an den zweiten Perspektivwechsel: „Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“. Für das neue Jahr habe ich mir nämlich genau diesen zweiten Perspektivwechsel zum Leitstern gewählt, zum Stern, der meinen „Karren“ zieht …

„Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“, das heißt für mich persönlich: vor allem anderen auf das zu blicken, was mich stärkt, was mir heilig ist, was von innen heraus Antrieb gibt. Es heißt auch immer im zu Blick behalten, dass ich vor aller Verpflichtung zu irgendeiner Arbeitsleistung oder einem Ergebnis – sei es beruflich oder privat – ein beschenkter Mensch bin. „Charismen“ sind ja jene Geschenke, die Gott mir macht: durch seine Gnade und natürliche Veranlagung, die mein Leben einmalig machen und zu einem Geschenk für Andere. Ich muss nicht permanent Mängel verwalten – sei es die eigenen oder die anderer Menschen -, sondern ich darf aus dem Vollen schöpfen!

„Binde deine Karren an einen Stern“, diese Einladung gilt auch für den Karren der alltäglichen Mühen und vielen kleinen Schritte auch auf dem Weg der Veränderung im Gefolge der Bistumssynode. Auf diesem Weg wird uns gelegentlich die Luft dünn werden, es wird anstrengend, mancher und manche wird sich fragen, was das alles soll. Vielleicht jetzt schon!? Und dann kann der Blick auf die Charismen, auf die Geschenke Gottes, die jedem und jeder von uns gegeben sind, helfen. Dass wir diesen Blickwinkel nicht verlieren, der uns verrät: das Entscheidende ist Geschenk und es ist – vielleicht noch verborgen – längst schon im Kommen. Unsere Kirche ist nicht zuerst das Produkt vieler menschlicher Mühen, sondern Kirche „geschieht“ durch die Anwesenheit Jesu Christi, der uns um sich sammelt und miteinander in Verbindung bringt.

„Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“: Lass diesen Stern nicht mehr los! Binde deinen Karren dran! Schau auf das, was Dir und anderen geschenkt ist, was werden kann, wenn Du Deine Stärken ins Spiel bringst und andere Menschen von ihren Stärken her beurteilst … Damit gehe ich ins neue Jahr. Wer macht mit?

Übrigens: Gesegnete Weihnachten!

(Daniela Mohr-Braun)


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Teilprozessgruppen (TPG) arbeiten…

Kurz vor Weihnachten nun auch von mir ein erster kleiner Bericht aus dem Synodenbüro.

Seit dem 1. Dezember bin ich nun hier und habe meine ersten Erfahrungen gesammelt. Die Zeit war angefüllt damit, mich zu informieren über das, was bisher passiert ist und in vielen Gesprächen Kontakte zu knüpfen und Resonanzen über die Synode und deren Umsetzung zu bekommen. Die Bandbreite der Rückmeldungen geht von Verunsicherung, wie das alles gehen mag und ob es zu schaffen ist, all die Ideen, die im Abschlussdokument grundgelegt sind, umzusetzen, bis hin zur positiven Spannung und Herausforderung, die Kirche von Trier mitgestalten zu können.

Ich erlebe auch, dass viele Menschen, Gruppen und Gremien einen Informationsbedarf haben, was denn derzeit Stand der Dinge ist und was das für die je eigene Gruppe und Situation bedeuten könnte. Diese Fragen können derzeit nicht konkret beantwortet werden, aber die gemeinsame Auseinandersetzung und das Gespräch darüber helfen, dass sich Bilder entwickeln, die dann weiter bearbeitet werden können.

Eine wichtige Gruppe für das Thema Kommunikation ist die Teilprozessgruppe Kommunikation, die sich es sich zur Aufgabe gemacht hat, Formate zu erstellen, die der Kommunikation dienen und die Anfragen der verschiedenen Gruppen aufzugreifen. Ein Format war z.B. das „breakfast 4 U“ im BGV, das wir vergangene Woche zum ersten Mal durchgeführt haben. Die hohe Teilnehmerzahl von ca. 130 Mitarbeitern zeigt, wie wichtig es ist, im Gespräch zu sein. Nach der Veranstaltung gab es positive Rückmeldungen, aber auch kritische Stimmen. Wir nehmen diese ernst und werden das Format weiter entwickeln.

Eine weitere Gruppe hat ihre Arbeit aufgenommen, die Teilprozessgruppe Raumgliederung. Unter der Leitung von Dechant Clemens Grünebach hat diese ihre Arbeit am 8. Dezember begonnen, mit dem Auftrag, eine vorläufige Raumgliederung für das Bistum zu erstellen. In der Synode wurde ein Bild von der Pfarrei der Zukunft entworfen. Um dieses Bild inhaltlich gestalten zu können, braucht es hinreichend große Pfarreien, die den Rahmen bieten, diese Ideen umzusetzen. Es ist eine sehr verantwortliche Aufgabe, unter den verschiedensten Kriterien, die es zu bedenken gilt, einen Vorschlag zu erarbeiten. Ich bin als Schriftführerin dabei und erlebe die Gruppe als sehr sorgsam in all den Punkten, die es zu bedenken gilt, verbunden mit dem Anspruch, aus diesen Kriterien die bestmögliche vorläufige Gliederung für das Bistum herauszuarbeiten. Die anschließende Resonanzphase auf diesen Vorschlag, die es im kommenden Jahr für das gesamte Bistum geben wird, geht Anfang des Jahres ebenso in die Planung.

Damit möchte ich für heute schließen, auch wenn es sicherlich noch viel mehr zu erzählen und berichten gäbe. Meine ersten Wochen waren spannend, und ich glaube, dass das kommende Jahr für uns im Synodenbüro und für alle, die sich an der Umsetzung auf ihre Art und Weise an den je unterschiedlichen Stellen beteiligen werden, ein spannendes Jahr werden wird.

Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, und ich freue mich auf die verschiedensten Begegnungen und Gespräche im kommenden Jahr.

Herzliche Grüße, Edith Ries-Knoppik

Blick in die Versammlung der BGV-Mitarbeiter zum Info-Frühstück


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Erstes Breakfast for U(msetzung)

Was für eine Überraschung: mehr als hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zum ersten Breakfast for U (bf 4 U) in die Cafeteria des Generalvikariats gekommen – zum Frühstück zur Synodenumsetzung. Damit probiert die Teilprozessgruppe Kommunikation ein Format aus, das es so bisher noch nicht gab: ein lockeres Gespräch über den Stand der Synoden-Umsetzung bei einer Tasse Kaffee oder Tee und einem Croissant.

Eigentlich waren wir von einer Handvoll Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgegangen. Dass am Ende 130 Croissants gekauft werden mussten, ist ein toller Erfolg. Es zeigt, dass wir mit diesem Format richtig liegen. Es zeigt aber auch, wie hoch der Informationsbedarf ist.

Beim ersten Breakfast for U stellten sich die Kolleginnen und der Kollege aus dem Synodalbüro (dem ehemaligen Synodensekretariat) vor, die in dieser Form auch erst seit wenigen Wochen zusammenarbeiten: Christian Heckmann als Leiter der Stabsstelle zur Synodenumsetzung (Synodalbüro) sowie Edith Ries-Knoppik und Daniela Mohr-Braun. Sie gaben einen Einblick in den Stand der Umsetzung – inzwischen haben die ersten beiden Teilprozessgruppen Kommunikation und Raumgliederung losgelegt – und beantworteten Fragen.

Die Fragen waren thematisch so weit gespannt wie der Umsetzungsprozess umfangreich ist. Es ging um Anregungen und die Einbeziehung von Externen (etwa aus der evangelischen Kirche), um die geplanten weiteren Teilprozessgruppen, um Veränderungen auch für das Generalvikariat, um die Zukunft der Räte und natürlich um die Gestalt der Pfarreien der Zukunft. Deutlich wurde: hier braucht es neue Bilder, denn das Bild der  Pfarrei, wie wir sie kennen, kann nicht auf das neue Gebilde übertragen werden, das entstehen soll.Warum diese dann überhaupt noch „Pfarrei“ genannt werden müsse, wenn sie sich doch so grundlegend unterscheide, wurde gefragt. Hier ist die Antwort ganz einfach: weil das Kirchenrecht ausdrücklich Pfarreien in einem Bistum vorsieht. Wie diese aber ausgestaltet werden sollen, darüber ist dem Bistum eine große Freiheit gegeben und diese gilt es auszufüllen. Klar ist: die Leitung wird aus einem Team von mindestens drei Verantwortlichen bestehen, in dem Verwaltungskompetenz vorhanden sein muss. Für Ehrenamtliche ist Leitung grundsätzlich offen.

Einen wichtigen Hinweis gaben die Besucher des Breakfast for U der Teilprozessgruppe Kommunikation mit: gewünscht wird ein Newsletter mit Informationen über den jeweils aktuellen Stand der Umsetzung. Diese Anregung nehmen wir gern in die Beratung der Teilprozessgruppe auf. Und noch etwas war klar: als Moderatorin Judith Rupp fragte, ob Breakfast for U als vierwöchiges Format mit wechselnden Themenschwerpunkten zur Synoden-Umsetzung beibehalten werden soll, gingen praktisch alle Hände in die Höhe. Wir freuen uns auf die nächsten Treffen dieser Art, auch wenn vielleicht nicht immer mehr als hundert Interessierte kommen. Oder doch?


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ich sage nicht so gerne „Umsetzung“

… ihr merkt das bestimmt und denkt „der eiert da rum mit seiner Sprache, warum nennt der das Kind „Umsetzung“ nicht beim Namen?“ Mir gefällt das Wort nicht… es drückt nicht das aus, was den Prozess im Moment ausmacht, meine ich:

ich denke eher, es ist ein Veränderungsprozess, die Synode hat in erster Linie keinen Maßnahmenkatalog verabschiedet (obwohl das dann im Momen bestimmt leichter wäre), sie hat einen Veränderungsprozess gestartet, sie lässt uns von den bisherigen Perspektiven in andere übergehen: Perspektivwechsel, Änderung unserer Haltungen, Änderung unserer Kultur…

vielleicht ist das englische Wort auch ganz hilfreich: am Montag hatten wir (Edith Ries-Knoppik) und ich ein interessantes Gespräch mit Frau Dr. Oehmen-Vieregge von der Ruhr Uni Bochum, die synodale Prozesse in Deutschland und den USA vergleicht und gerade arbeitet zu: the creativity of implementation, implementation… man sagte mir, das hätte was mit to plant: einpflanzen zu tun, das Einpflanzen von Ideen, Möglichkeiten,… passt, manches wächst anders nicht, manches zeigt sich erst später…

keine Angst, ich glaube nicht, dass ich das Effiziente an dem Prozess generell vernachlässige, schließlich sagt mein alter Oxford Advanced Learner’s Dictionary zu implement: carry an undertaking, agreement, promise into effect

aber die Unsicherheit, das Suchen, die Hoffnung, die unbändige Energie, die wir spüren: all das braucht ein stärkeres Wort als Umsetzung

übrigens: aus dem Gespräch mit Frau Dr. Oehmen-Vieregge haben wir noch gute Impulse zur Deutung des Veränderungsprozess unter den Dimensionen: politisch, strategisch, geistlich mitgenommen

aber darüber wollt ihr sicher ein andermal lesen

(Christian Heckmann)

 


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Würde gerne mehr schreiben

… was war die letzten Tagen im Synodalbüro los? Einiges an Zeit haben wir gebraucht, damit wir uns als neues Dreier-Referent/innen-Team (Edith Ries-Knoppik, Dr. Daniela Mohr-Braun und ich als Überbleibsel aus dem Synodensekretariat) aufeinander einstellen und Arbeitsweisen klären, nach Schwerpunkten schauen, Büroprozesse organisieren usw. Die die auf neue hard facts im Umsetzungsprozess warten, wird das enttäuschen. Ich selbst freue mich aber sehr, nach den letzten Monaten, in denen ich auf der inhaltlichen Seite fast alleine war (organisatorisch und verwaltungsmäßig toll unterstützt von Carolin Metzler), Kolleginnen zu haben, die bereit sind, sich in den Dienst der Kirchenentwicklung zu stellen, die uns das Abschlussdokument vorschlägt. Und die viele Leute vor Ort motiviert.

Wir haben uns Gedanken gemacht darüber:

-was können wir dafür tun, dass die Kommunikation des Veränderungsprozesses besser wird (ein Versuch ist dieser Blog, ein anderer unsere Präsenz bei Veranstaltungen),

-wie können wir helfen, dass der Veränderungsprozess sehr breit im Bistum wahrgenommen und angenommen wird (im Moment denken wir an eine sehr intensive Phase der Kommunikation im Frühjahr, um von der synodalen Idee der Pfarreien der Zukunft zu erzählen; auch wenn es gewünscht wäre, früher werden wir das wohl nicht hinkriegen),

-wie können wir mit unseren Wahrnehmungen als Referent/innen im Synodalbüro, die wir auf unterschiedlichen Ebenen Erfahrungen machen, Impulse für die Prozessleitung geben (meine Rolle als beratendes Mitglied in der Steuerungsgruppe und fast ständiger Gast in der Leiko sind da sicherlich Schlüsselelemente)

Das sind so ein paar Aspekte unserer Reflexionen seit dem 1. Dezember.

Die Steuerungsgruppe im Zusammenspiel mit der Leitungskonferenz hat viel an der Ausarbeitung der thematischen Aufträge der Synode hinsichtlich missionarischer Teams, des freiwilligen missionarischen Jahrs, geistlicher/missionarischer Zentren sowie Inklusion, Ökologie u.a. gearbeitet. Eigentlich wollte ich dazu zum Jahresende schon mehr sagen: Wie z.B. hierzu Gruppenbildungen usw. funktionieren? Das muss ich aber auf den Beginn des neuen Jahres legen… tut mir etwas weh, weil ich anderes zugesagt hatte… kann es aber nicht ändern.

(Christian Heckmann)


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Papst Franziskus: mehr Synodalität

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Franziskus während der Miniwallfahrt 2015 auf dem Petersplatz

Das stützt uns doch nun auch: Papst Franziskus widerspricht den Kardinälen nicht, die „Amoris laetitia“ in Frage stellen. Franziskus vertraut einfach darauf, dass mehr Synodalität dafür sorgen wird, dass die Kirche wachse – „von der Basis, aus den Gemeinden, aus der Taufe“.  (mehr dazu bei katholisch.de)

Zwei Drittel der Synodenteilnehmer hätten dem Abschlussdokument zugestimmt; das halte er für eine Garantie, sagt der Papst… Unsere Synode hatte eine deutlich höhere Zustimmung bei der Schlussabstimmung – also… (agr)


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Aquarium oder Ozean

Eine sehr lebendige Diskussion durfte ich am Freitag Nachmittag bei der Sitzung des Diözesan-Pastoralrats erleben. Zwei wichtige Erkenntnisse: einerseits gab es fundierte, für mich gut nachzuvollziehende Kritik an der Arbeitsweise des 3. Oktober (Treffen aller diözesanen Räte). Viele inhaltliche Gedanken, die über die Frage der Bildung der Pfarreien der Zukunft hinausgegangen wären, hätten nicht zum Zuge kommen können, weil in den unmoderierten Kleingruppen nicht alle Teilnehmer/innen sich ausreichend einbringen konnten.

Der Kritik, dass zu spät über der Ergebnisse der anschließenden Klausurtagung der Leiko (4. Oktober) berichtet worden ist, habe ich ja schon an mehreren Stelle zugegeben. Ein weiterer kritischer Aspekt kam am Freitag dann hinzu: aus den Berichten, die veröffentlicht wurden, war der Diskussionsgang der Leiko nicht zu erkennen: Die Mitglieder hätten sich gewünscht zu erkennen, wie mit den  Voten der Räte umgegangen wurde. Was wurde wie aufgegriffen? Wie kam es dazu, dass die so genannte Erkundungsphase geplant wird? Warum gibt es zunächst die Raumgliederung usw.? Ich kann das jetzt nicht in diesem Blog nachholen. Dem eindringlichen Wunsch nach genauerer Erläuterung wie mündlich schon öfter vorgetragen, versuchen wie in geeigneter Weise nachzukommen.

Ein inhaltlicher Aspekt, der diskutiert wurde, erinnerte mich an das Bild mit dem Aquarium, das ich von Christian Hennecke gehört habe: das „katholische Aquarium“ ist zerbrochen: die Christen schwimmen im Ozean. So beschreibt er die gesellschaftlichen Entwicklungen. Heißt, keine Pfarreistruktur – ob groß ob klein – kann die festen Formen katholischen Lebens, die unser Land und unseren Glauben prägten, zurück bringen. Genau diese Unsicherheit war zu spüren: Einerseits bestätigten einige Mitglieder des Pastoralrats, dass die Pfarreien der Zukunft als Organisationsräume oder Verwaltungsräume schnell gebildet werden müssen, um sich recht schnell darin orientieren zu können und Sicherheit zu gewinnen. Andere wiederum meinten, dass es doch ganz gut sei, sich an den Ozean zu gewöhnen, um in dieser Realität als Christin und Christ leben zu lernen, um auszuhalten, dass das Aquarium zerbrochen ist. Vielleicht muss ich mir jetzt doch noch mal „Finding Nemo“ anschauen….

Christian Heckmann


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Herzlich Willkommen!

Liebe Leserinnen und Leser,

die Diözesansynode ist heute vor sieben Monaten zu Ende gegangen. Auch wenn wir noch nicht überall im Bistum von der Synode erzählt haben und noch längst nicht alle darüber ausreichend informiert sind, wie wir die Schritte in die Zukunft konkret wagen wollen: es ist jede Menge passiert seit dem:

drei große Treffen des Bischofs mit allen Hauptamtlichen im Juni und Juli, drei Wirkshops im Juni, Juli und August, in denen ehemalige Synodale und Interessierte zusammenkamen, drei Austauschforen des Bischofs mit den aktiven Priestern, ein Studientag des Berufsverbandes der Gemeinderfentinnen und -referenten, die Jahrestagung der Pastoralreferentinnen und -referenten und vor allem sehr, sehr viele Begegnungen mit Gruppen und Gremien an ganz unterschiedlichen Orten.

Für die guten Diskussionen und die Offenheit, die wir erfahren durften, sage ich hier: Herzlichen Dank!

Gerade die letzten Tage waren sehr vielfältig:

  • am Montag waren Gäste aus der österreichischen Diözese Linz bei uns, um ihre Dechantenfahrten in der Osterwoche zu planen: sie wollen Trier und die Ergebnisse unserer Diözesansynode kennen lernen
  • am Dienstag haben wir in der Leitungskonferenz über die vielen Anregungen, die wir in den letzten Wochen schriftlich und mündlich zur „Kundschafterphase“ (siehe die Beschreibung des Prozesses zur Bildung der Pfarreien der Zukunft auf dieser Seite) erhalten haben, beraten; es gibt zwar kein gutes Wort dafür – jedes, das wir anbieten, erfährt von irgendjemand Kritik 😉 aber diese Phase wird sehr wichtig dafür sein, um neugierig auf die Leute zur werden, die wir noch nicht kennen und dass die vielen guten Ideen und spannenden Orte, die es gibt, dazu dienen, Bilder der Pfarreien der Zukunft zu entwickeln
  • nachmittags haben wir über kommunikative Maßnahmen beraten, unter anderem über diesen Blog, wir haben sehr ernsthaft und selbstkritisch die vielen kritischen Stimmen zur aktuellen Informationspolitk reflektiert
  • am Mittwoch durfte ich abends zu Gast sein in der Pfarrei Heilig-Kreuz in Schwalbach, die Verwaltungs- und Pfarrgemeinderäte haben mir zusammen mit Pfarrer Hans Georg Müller sehr ausführlich über den Prozess ihres Zusammenwachsens aus fünf Pfarreien berichten, ich konnte sehr viele Erkenntnisse gewinnen zu den Verwaltungsprozessen und den pastoralen Herausforderungen, ein sehr mutmachender Abend.
  • heute hat im Synodalbüro (so nennen wir uns gern neben dem ganz offiziellen Titel: Stabsstelle zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode) Edith Ries-Knoppik als neue Kollegin begonnen. Mit Dr. Daniela Mohr-Braun, unserer Sekretärin Carolin Metzler und mir sind wir dann komplett. Ich freue mich darauf, wenn wir nächste Woche einen ersten Teamklausurtag haben.
  • leider musste ich Edith an ihrem ersten Arbeitstag schon prompt allein lassen und es bei einem telefonischen Gruß belassen, denn Daniela und ich waren in Sohren zu Gast beim Ökumenischen Pfarrkonvent, wo wir mit 25 Seelsorgerinnen und Seelsorgern der evangelischen und katholischen Kirchen über die Irritationen des Seeslorgeverständnisses, welche das Abschlussdokument der Synode bietet, gesprochen habe; aus diesem Morgen folgte eine Einladung nächstes Jahr im Frühjahr mit einer Kreissynode über die Perspektivwechsel zu arbeiten: eine wirklich tolle ökumenische Erfahrung
  • der Tag endet dann mit einem Seminar des Lehrstuhls für Pastoraltheologie, geleitet vom ehemaligen Synodalen Prof. Martin Lörsch und Dr. Carola Fleck, in dem sich jetzt die erste Generation der nachsynodalen Studierenden mit dem Synodenprozess, seiner Gestaltung und Wirkung wissenschaftlich auseinandersetzt, sehr interessant

In dieser und ähnlicher Weise wollen wir Sie über die großen und kleinen Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Da das alles live passiert und auch mal „zwischendrin“ sehen Sie uns bitte manch unsaubere Formulierung oder Tippfehler nach.

Christian Heckmann